100 Tage Krüger: Das hat sich beim HSV verändert
Kathleen Krüger ist seit 100 Tagen Sportvorständin des HSV. Die 41-Jährige, zuvor beim FC Bayern tätig, möchte am Samstag (15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim mit ihrem Verein erstmals auswärts punkten.
Offiziell trat Krüger als Nachfolgerin von Stefan Kuntz am 1. Juli ihren Dienst an. Tatsächlich begann sie ihre Arbeit im Volkspark schon einige Wochen früher. Trainer Merlin Polzin lobt die Zusammenarbeit: „Das Verhältnis ist von sehr viel Vertrauen geprägt, wir denken in vielen Dingen gleich und haben dennoch unterschiedliche Erfahrungen bisher gesammelt.“ Davon profitiere auch er als Trainer.
Krüger ließ sich einige Wochen Zeit, ehe sie der Vertragsverlängerung mit Polzin und seinem Staff um Loic Favé, Richard Krohn und Max Bergmann final zustimmte. Zuvor verschaffte sie sich ein Bild von der Arbeit des Quartetts. Gefährdet war die Verlängerung nie, auch nicht nach dem Fehlstart mit drei Niederlagen und 0:12 Toren. Die Verträge wurden vor dem 2:1 gegen Köln unterzeichnet.
Ein kleines Manko bleibt die Trainersuche bei den Frauen. Krüger und ihre Mitstreiter wollten am liebsten eine Trainerin verpflichten, entschieden sich aber für Rodolfo Cardoso, der schon in den letzten Wochen der Vorsaison eingesprungen war.
Krüger zeigt sich präsent in Trainingslagern, bei Spielen und Einheiten der Profis. Ihre Aufgaben sieht sie eher abseits des Tagesgeschäfts. Aktuell führt sie Gespräche zur strategischen Entwicklung bei Profis, Frauen und Nachwuchsleistungszentrum. Dabei geht es um den Einsatz von KI und Daten-Tools, den Ausbau des Frauen-Unterbaus, die Infrastruktur und die Ernährung der Teams.