Neurologin zu Musiala: "Jede weitere Einordnung Spekulation"
Jamal Musiala hatte in zwei aufeinanderfolgenden Testspielen des FC Bayern sichtbare Aussetzer. Anschließend äußerte er sich selbst auf Instagram. Er schrieb, bei ihm seien "temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen" festgestellt worden, die auf eine "neurologische Dysfunktion" zurückzuführen seien.
Die stellvertretende Chefärztin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg ordnete den Begriff ein. "Absencen" seien "Phasen einer eingeschränkten Wahrnehmung oder Reaktionsfähigkeit". Als mögliche Ursachen nannte Ilyas-Feldmann Epilepsie, Ohnmacht, Kreislaufprobleme oder Herzrhythmusstörungen. Ohne Kenntnis der medizinischen Befunde sei jedoch jede weitere Einordnung Spekulation.
Selbst bei einer bestätigten Epilepsie-Diagnose sei Profifußball gut möglich, betonte die Neurologin. Etwa zwei Drittel der Betroffenen könnten mit geeigneten Medikamenten anfallsfrei werden. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß bestätigte am Mittwoch gegenüber RTL und Sky, dass Fachärzte weitere Untersuchungen vornehmen. Bereits jetzt stehe fest, dass es "keine Bedenken gegen Hochleistungssport für Jamal gibt".