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Analyse

Baumanns stiller Aufstieg: Vom Werder-Kritiker zum Schalke-Helden

11.07.2026 08:18

Frank Baumann feierte den Schalker Aufstieg nach dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf Anfang Mai nicht auf dem Rasen, sondern auf der Tribüne. Der 50-Jährige, seit einem Jahr Sportvorstand bei S04, hielt sich bewusst im Hintergrund. Für ihn gilt: In schwierigen Momenten tritt er in den Vordergrund, nicht bei Erfolgen.

Baumann übernahm bei Schalke einen der laut Beobachtern schwierigsten Jobs im deutschen Profifußball. Trotz schwacher Finanzlage musste er einen hohen Transferüberschuss erwirtschaften und gleichzeitig eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen. Laut WAZ-Reporter Andreas Ernst ließ er sich dabei vollständig auf den Klub ein, brachte keine Vertrauten aus seiner Werder-Zeit mit und trennte sich im Herbst von Kaderplaner Ben Manga. Ernst beschreibt Baumanns Vorgehen als sukzessiv, ruhig und konsequent.

Bei Werder war Baumann als Sportchef unter anderem wegen seiner Transferpolitik, dem langen Festhalten an Florian Kohfeldt und der Verpflichtung von Markus Anfang kritisiert worden. Er verließ den Klub im Sommer 2024 auf eigenen Wunsch. Auf Schalke bewies er mit der Verpflichtung von Trainer Miron Muslic, einem gebürtigen Bosnier mit österreichischem Pass, der im Ruhrpott zuvor kaum bekannt war, ein goldenes Händchen.

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