50+1 bleibt: Liga-Präsidium will Bestätigung der Klubs im Dezember
Die 50+1-Regel bleibt im deutschen Profifußball wohl bestehen. Das Präsidium des Bundesliga e. V. (zuvor DFL) hat sich mit der finalen Bewertung des Bundeskartellamtes befasst und nennt die Regel ein „zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs“. Schalke 04 zählt zu den Befürwortern.
Die Wettbewerbshüter hatten ihr Urteil bereits im August gefällt. Sie erklärten die Regel für zulässig und erkannten die Möglichkeit einer Ausnahme vom europäischen Kartell- und Missbrauchsverbot an. Das Präsidium teilte mit: „50+1 ist nach Ansicht des Präsidiums ein zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs und eine Grundlage für die gesellschaftliche Verankerung des Profifußballs in Deutschland.“
Zugleich setzt das Gremium auf Rechtssicherheit. Eine breit getragene Lösung biete „im Sinne aller Beteiligten die größten Chancen, langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen innerhalb des Ligaverbands zu vermeiden“. Der Umgang mit 50+1 werde „die Zusammenarbeit im Ligaverband über Jahre prägen“, glaubt das Präsidium.
Schalkes Vorstandschef Matthias Tillmann hatte seine Haltung vor einem Monat bei LinkedIn deutlich gemacht: „Entscheidend ist für uns, dass die Mitglieder über ihren Verein auch künftig die Kontrolle behalten.“ Auch Reviernachbar Borussia Dortmund bezog im August Stellung.
Im Dezember will sich das Präsidium bei der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes die Bestätigung der Klubs holen. Bis zu einem endgültigen Beschluss ist es aber noch ein langer Weg. Die Regel sorgt dafür, dass die Mitglieder die Mehrheit der Stimmrechte behalten und Investoren einen Verein nicht komplett übernehmen können.