HSV startet mit nur einem Neuzugang in die Vorbereitung
Nach sieben Wochen Sommerpause nimmt der Hamburger SV am Montag die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison auf. Zunächst stehen zwei Tage mit medizinischen und leistungsdiagnostischen Tests auf dem Programm. Am Mittwoch reist die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin dann ins erste Sommertrainingslager nach Helsingør in Dänemark (8. bis 11. Juli).
Dort stehen zunächst das Ankommen und der Einstieg in den Trainingsbetrieb im Vordergrund. Taktische Feinheiten sind zu diesem frühen Zeitpunkt noch zweitrangig. Bis zum Bundesliga-Auftakt Ende August bleiben den Hamburgern noch siebeneinhalb Wochen. Bisher nur zwei feste Zugänge
Bislang hat der HSV auf dem Transfermarkt nur einen Neuzugang zu vermelden: Kofi Amoako (21) wurde vom Dynamo Dresden verpflichtet. Zudem wurde Leihspieler Albert Grønbaek (25) von Stade Rennes für 4,7 Millionen Euro fest verpflichtet.
Auf mehreren Positionen besteht weiterhin dringender Bedarf. Gesucht werden unter anderem ein Nachfolger für den abgewanderten Mario Vuskovic im Abwehrzentrum, eine feste Nummer eins auf der rechten Außenbahn sowie mindestens zwei weitere Stürmer. Offen ist zudem die Zukunft von Leihspieler Fabio Vieira (Arsenal). Ob der 26-Jährige dauerhaft gehalten werden kann, ist noch unklar. Verkaufskandidaten außen vor
Sportdirektor Claus Costa und Chefscout Sebastian Dirscherl haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche geführt und klare Ziele definiert. Allerdings bewegt sich auf dem Transfermarkt derzeit wenig – vor allem bei den geforderten Preisen. Aus Sicht der Verantwortlichen ist daher Geduld gefragt.
Spieler wie Emir Sahiti, Immanuel Pherai oder Aboubaka Soumahoro, die perspektivisch abgegeben werden sollen, werden in der ersten Vorbereitungsphase zunächst keine große Rolle spielen. Hinzu kommen Ausfälle durch Länderspielverpflichtungen: Sander Tangvik und Miro Muheim sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, Otto Stange steht mit der U19 des DFB im Halbfinale der U19-EM. Mittelweg zwischen Qualität und Timing
Für Costa und Polzin geht es darum, einen Mittelweg zu finden: Einerseits sollen die bestmöglichen Spieler verpflichtet werden – auch wenn das noch einige Wochen dauern kann. Andererseits soll der Kader bis zum zweiten Trainingslager in Österreich (18. bis 25. Juli) so weit wie möglich stehen, damit die Trainer die neuen Strukturen rechtzeitig einstudieren können.
In jedem Fall steigt mit dem Trainingsauftakt der Druck auf die Transferverantwortlichen des HSV.