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Interview

Zingler rechnet ab: Kritik an DFB, Fifa und deutscher Nachwuchsarbeit

07.08.2026 18:26

Union-Präsident Dirk Zingler (61) hat im Trainingslager in der Steiermark klare Positionen bezogen. Zum Saisonziel sagte er: Der Klassenerhalt und der Kampf gegen Klubs wie Gladbach, Bremen oder den HSV seien nichts Ehrenrühriges. Den neuen Fußball unter Trainer Mauro Lustrinelli bezeichnete er als riskanten, aber langfristig chancenreichen Weg.

Die Regionalliga-Reform nannte Zingler eine Katastrophe. Der DFB habe ein über zwei Jahre mühsam erarbeitetes Modell still und heimlich verändert. Zingler kündigte massive Proteste an und bezeichnete das Vorgehen als bodenlose Frechheit und unsolidarisch.

Die Investorenpläne der Fifa kommentierte Zingler als kaum zu überbietende Scheinheiligkeit. Er verwies darauf, dass die Liga selbst ein vergleichbares Modell verfolgt habe. Fifa-Chef Infantino lehnt er ab, sieht die Entwicklung aber als nicht aufzuhalten. Bei der deutschen Nachwuchsausbildung warnte Zingler vor gesellschaftlichen Folgen: Eltern hätten Trainer kritisiert, weil das Training zu hart sei. Das sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das Deutschland in vielen Bereichen zurückwerfen werde.

Originalquelle: BILD - Fußball

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