Andrich über schwere Wochen: „Nicht einfach für den Kopf“
Leverkusens Mittelfeldspieler Robert Andrich hat im Interview mit RTL über seine schwierigen Wochen zum Saisonstart gesprochen. Der 32-Jährige verlor unter dem neuen Trainer Carles Martínez (42) das Kapitänsamt und seinen Platz in der Startelf.
„Am Anfang der Saison wurde sehr, sehr viel über meine Person berichtet, mehr als sonst, mehr auch in die Richtung Abschied oder nicht“, sagte Andrich. Vor der Spielzeit galt er als Verkaufskandidat, Bayer legte ihm einen Wechsel nahe. Der Verkauf von Exequiel Palacios zu Ipswich Town veränderte die Lage, Andrich blieb in Leverkusen.
Seine Rolle hat er angenommen: „Ich habe gesagt: ‚Hey, es bleibt mir jetzt nichts weiter übrig, als Gas zu geben und mich aufzudrängen.‘ Ich denke, es gibt so viele Spiele, da werde ich auf meine Einsatzminuten kommen.“ Zugleich räumte er ein: „Das war am Anfang nicht immer ganz einfach für den Kopf. Vor allem, wenn man letztes Jahr Kapitän war und fast jedes Spiel gespielt hat. Aber das ist Teil des Geschäfts und damit muss man professionell umgehen.“
Über seine Situation im Kader sagte Andrich: „Im Grunde ist es wie bei jedem Spieler, der erst mal hinten dran ist: Wenn er die Chance bekommt, muss er abliefern.“
In der Europa League gegen NK Celje (2:0) stand Andrich in der Startelf. Im folgenden Bundesligaspiel gegen RB Leipzig (2:0) bekam er 20 Minuten. Schon in der Double-Saison 2023/24 war er zunächst eher Reservist als Stammspieler.