Augsburgs Juma Bah nach Roter Karte rassistisch beleidigt und bedroht
Augsburgs Innenverteidiger Abdulai Juma Bah ist nach dem 1:1 gegen Union Berlin im Netz rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht worden. Das teilte der FC Augsburg am Samstagabend auf Instagram mit. Auch die Familie des Spielers sei bedroht worden.
Auslöser war offenbar die Rote Karte gegen Bah in der zweiten Halbzeit. Er hatte Unions András Schäfer mit offener Sohle an Schienbein und Knöchel getroffen. Schiedsrichter Dr. Robin Braun entschied auf dem Feld auf Platzverweis, die Entscheidung war berechtigt. Zuvor war bereits Unions Felix Uduokhai nach einer Notbremse in der 19. Minute vom Platz geflogen, die Partie endete zehn gegen zehn.
„Heute wurde unser Spieler Juma Bah auf Instagram auf widerwärtigste Weise rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht“, schrieben die Augsburger. Weiter hieß es: „Wir werden ein solches Verhalten niemals akzeptieren, tolerieren oder einfach hinnehmen!“ Der Klub betonte, wer einen Spieler beleidige, greife die Werte der gesamten FCA-Familie an.
Augsburg kündigte an, den Fall konsequent zur Anzeige zu bringen und alle rechtlichen Schritte zu prüfen. Union Berlin nannte den Beitrag ein „wichtiges Statement“ und veröffentlichte ihn selbst auf X. Bah war erst im September auf Leihbasis von Manchester City nach Augsburg gewechselt.