Augsburgs Juma Bah rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht
Der FC Augsburg hat nach rassistischen Beleidigungen und Todesdrohungen gegen Verteidiger Juma Bah eine Anzeige angekündigt. Der Profi aus Sierra Leone war nach seiner Roten Karte auf Instagram „auf widerwärtigste Weise rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht“ worden, wie der Klub mitteilte. „Wir sind erschüttert über diesen Hass“, betonte der FCA in einer Stellungnahme.
Bah hatte beim 1:1 in der 63. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen. Bei einem Zweikampf traf er mit gestrecktem Bein das rechte Bein von András Schäfer. Nach Angaben der Augsburger wurde auch die Familie des 20-Jährigen bedroht. Bah spielt seit September auf Leihbasis von Manchester City beim FCA.
Vereinspräsident Michael Ströll machte einen Screenshot der Hassnachricht auf Instagram öffentlich. Der Klub schrieb weiter: „Wer einen unserer Spieler rassistisch beleidigt oder bedroht, greift nicht nur einen Einzelnen an, sondern die Werte unserer gesamten FCA-Familie.“ Man werde ein solches Verhalten „niemals akzeptieren, tolerieren oder einfach hinnehmen“. Neben der Anzeige will der Verein alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte prüfen.
An Bah gerichtet schrieb der FCA: „Wir stehen geschlossen hinter Dir, Juma!“ Auch Kapitän Jeffrey Gouweleeuw stellte sich hinter seinen Mitspieler. Er postete ein Foto von Bah mit den Worten „NO to racism“.
Unterstützung kam zudem vom 1. FC Union Berlin, dem Gegner der Augsburger am Samstag. Union repostete das Statement bei X mit einem roten Ausrufezeichen. Bei Instagram kommentierte der Klub unter dem FCA-Beitrag: „Wichtiges Statement!“