Babbel kritisiert Bayerns Nathaniel Brown: „Bleibt unsere große Baustelle“
Der frühere Bayern-Profi Markus Babbel hat das Defensivverhalten von Nathaniel Brown kritisiert. Im Interview mit ran sagte er, beim Linksverteidiger des FC Bayern hätten sich bei den DFB-Auftritten „Licht und Schatten“ abgewechselt.
„Mit Ball im Spiel nach vorne ist er großartig, aber wichtig ist eben auch das Spiel ohne Ball. Und das Defensivverhalten bleibt unsere große Baustelle“, sagte Babbel. Wenn es gebrannt habe, sei es auf Browns Seite gewesen: Er habe schlecht gestanden, sei schlecht in den Zweikampf gegangen oder habe die Gefahr nicht erkannt. Daran müsse der 23-Jährige weiter arbeiten. Auch David Raum von RB Leipzig und Maximilian Mittelstädt vom VfB Stuttgart hätten Schwächen gezeigt. Beide spielten in Jürgen Klopps „zweitem“ Kader gegen Serbien und in Griechenland je einmal links hinten. „Alle Drei haben ihre Stärken ganz klar nach vorne“, so Babbel.
Bei den Bayern war Brown nach seinem 50 Millionen Euro schweren Wechsel von Eintracht Frankfurt zunächst auf der Zehnerposition gut in die Saison gestartet. Nach der Entspannung der Personallage in der Offensive kehrte er in die Abwehr zurück. Dort liegt Alphonso Davies derzeit vorn. Der Kanadier nutzte in der Champions League gegen FK Bodö/Glimt seine Chance von Beginn an. Gegen Union Berlin glänzte er mit zwei Assists, Brown kam erst spät ins Spiel.
Davies steht bereits bei vier Torbeteiligungen und dürfte auch in den kommenden Wochen häufiger in der Startelf stehen als Brown. Am Samstag treffen die Bayern auf den FC Augsburg.