← Zurück
Wappen
News

Bayern erhöht öffentlich den Druck auf Lennart Karl

30.10.2026 01:05

Nach Uli Hoeneß hat auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl deutlichere Worte zu Lennart Karl gefunden. Nach dem 6:1 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg sprach Eberl mit Blick auf das Auftreten des 18-Jährigen abseits des Platzes vom „einen oder anderen Fehltritt“.

Eberl stellte klar, dass er diese nicht für besonders schlimm halte. Zuvor hatte er Karls Formschwäche noch als normalen Entwicklungsprozess bezeichnet. Sportlich zeigte Karl gegen Magdeburg eine Reaktion, war an mehreren gefährlichen Aktionen beteiligt und bereitete das 4:1 durch Alphonso Davies vor.

Wie berichtet, hatte Hoeneß zuvor mehr Demut eingefordert und ein ernstes Gespräch mit Karl angekündigt. Karl läuft nach seiner Verletzung der Bestform hinterher und kam in neun Pflichtspielen auf 267 Minuten.

SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger sagte im Podcast „Die Bayern-Woche“: „Es ist schon auffällig, dass die Bayern jetzt in der Öffentlichkeit Druck aufbauen.“ Für ihn ist der Welpenschutz vorbei, Karl werde zunehmend nach denselben Maßstäben beurteilt wie etablierte Kollegen. Auffällig sei zudem der Zeitpunkt, denn der Ton werde während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Trainer Vincent Kompany rauer. Kompany hatte betont, seine jüngsten Spieler möglichst von Druck freihalten zu wollen.

Kumberger stellt die Verhältnismäßigkeit der Vorwürfe infrage: „Aber was hat Lennart Karl denn gemacht? Er hat einen pinken Anzug angezogen. Geschenkt!“ Moderatorin Madeleine Etti hält es dagegen für nachvollziehbar, dass die Bayern den jungen Spieler wegen seiner sportlichen Schwierigkeiten bremsen wollen.

Ex-Kapitän Thomas Helmer sprach in der SPORT1-Sendung „45 – Die Fußball-Halbzeit“ von einem „Warnschuss für Lennart“. Manchmal sei so etwas taktisch geprägt, wenn man sich im Verein abspreche.

Kommentare

Lade Kommentare…

Bitte anmelden, um Kommentare zu schreiben.