Bayern: Maulwurf-Vorwürfe gegen Chefscout Schmadtke
Die Trennung des FC Bayern von Chefscout Nils Schmadtke hat offenbar auch mit Vorwürfen interner Indiskretion zu tun. Laut einem Bericht von SPORT1 sollen einzelne Führungskräfte dem 37-Jährigen vorgeworfen haben, vertrauliche Personalplanungen an die Öffentlichkeit weitergegeben zu haben.
Wie berichtet, verlässt Schmadtke den Rekordmeister zum 31. Januar 2027, sein Vertrag lief ursprünglich bis zum kommenden Sommer. Beide Seiten verständigten sich nach „vertrauensvollen Gesprächen einvernehmlich auf eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses“. Laut SPORT1 stand die Entscheidung hinter den Kulissen schon länger fest. Zeitweise sei sogar erwogen worden, die Zusammenarbeit bereits zum 1. Dezember zu beenden. Ausschlaggebend waren demnach anhaltende Zweifel an der Arbeit des Chefscouts und seiner Abteilung. Schmadtke habe zuletzt den „nötigen Rückhalt bei allen maßgeblichen Personen“ verloren.
Der Verdacht richtete sich laut Bericht nicht ausschließlich gegen den Vertrauten von Sportvorstand Max Eberl. Der kicker hatte zuvor über interne Kritik am Führungsstil berichtet, der Umgang mit Mitarbeitern habe wiederholt für Unmut gesorgt. Ob die Vorwürfe zutreffen, ist nicht belegt. Der FC Bayern äußerte sich dazu bislang nicht öffentlich.
Bei der Nachfolge sollen laut Abendzeitung Sportdirektor Christoph Freund und Campus-Leiter Jochen Sauer die Suche verantworten. Genannt wird Christopher Vivell, der aktuell die Scouting-Abteilung von Manchester United leitet. Der 39-Jährige war zuvor bei der TSG Hoffenheim, im Red-Bull-Kosmos und als Technischer Direktor beim FC Chelsea tätig. Eberl hatte Schmadtke im Oktober 2024 nach München geholt und ihm zum Abschied für den Umbau der Scouting-Abteilung gedankt.