Bayern sucht Abnehmer: Rummenigge nennt Lücke bei Verkäufen
Der FC Bayern hat im vergangenen Transfersommer deutlich weniger Geld durch Verkäufe eingenommen als geplant. Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge sagte der Abendzeitung, erwartet worden seien 60 bis 70 Millionen Euro, am Ende seien es 20 Millionen gewesen.
„Wir wollten eigentlich João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Alexander Nübel verkaufen“, so Rummenigge. „Zusammen hatten wir ein Paket erwartet, das zwischen 60 und 70 Millionen Euro bringen sollte.“ Für Boey fand der Klub keinen passenden Abnehmer.
Vor diesem Hintergrund entsandte Bayern mehrere Vertreter zum Netzwerktreffen von TransferRoom in einem Konferenzhotel in Unterföhring, darunter Max Eberls rechte Hand Bastian Wernscheid. Der 36-Jährige ist Assistent der Geschäftsführung und führt im Hintergrund Gespräche mit Beratern und Vereinen. Wie berichtet, wurden dort Kontakte für die Winterplanung geknüpft.
TransferRoom-Mitarbeiter Tom Seeger, zuständig für die Mitgliedervereine der DACH-Region, erklärte: „Bei den großen Vereinen liegt der Fokus oft deutlich stärker auf den Abgängen als auf der Rekrutierung.“ Über 800 Vereine aus mehr als 140 Ligen sind auf der Plattform angemeldet, in England nutzen 17 der 20 Premier-League-Klubs das Angebot.
Das Wechselfenster in Deutschland ist seit gut einem Monat geschlossen, nur vertragslose Spieler können noch verpflichtet werden. Die Gespräche für den Winter laufen jedoch bereits.