Boniface verlässt Bank in Mainz: Martínez kündigt Gespräch an
Leverkusens Stürmer Victor Boniface hat nach dem 4:3-Sieg beim FSV Mainz für Gesprächsstoff gesorgt. Weil er wieder nicht eingewechselt wurde, ging er in der 84. Minute direkt in die Kabine. Trainer Carles Martínez kündigte ein Gespräch an.
Dass sich Boniface nicht zurück auf die Bank gesetzt hatte, „habe ich während des Spiels nicht bemerkt, ich weiß davon nichts“, sagte Martínez. Weiter erklärte der Coach: „Wenn es so war, werden wir mit ihm sprechen.“
In Mainz brachte Martínez vor Boniface die Offensivspieler Martin Terrier, Nathan Tella und schließlich Jonas Hofmann. „Ich kann verstehen, dass jeder Spieler der Mannschaft helfen möchte. In diesem Moment habe ich mich für diese Auswechslung entschieden“, sagte der Trainer.
Boniface hatte sich nach Knieproblemen herangekämpft. Nur beim 2:3 in Elversberg kam er in der 85. Minute ins Spiel. Für die Europa League wurde er nicht gemeldet. Der Fanliebling gilt als sensibel und war in der Vergangenheit durch Eskapaden aufgefallen, unter anderem durch Zoff mit Emiliano Buendía auf dem Platz.
Sport-Boss Simon Rolfes will den Vorfall nicht überbewerten. Seit der Rückkehr aus Bremen nach der Leihsaison habe sich Boniface „vollkommen korrekt verhalten“. Rolfes sagte: „Vielleicht ist er heute etwas zu früh in die Kabine gegangen. Beim nächsten Mal passiert das nicht.“
Eine Strafe dürfte es nicht geben, wohl aber eine klare Ansage. Rolfes: „Ich bin ein Freund davon, erst einmal mit den Jungs zu sprechen und ihnen zu sagen: Das war vielleicht nicht die cleverste Entscheidung. Dann ist es auch gut.“