Brackelmann steigt nach Gehirnerschütterung in Rückführung ein
Augsburgs Innenverteidiger Calvin Brackelmann kann nach seiner Gehirnerschütterung in den offiziellen Rückführungsprozess einsteigen. Am Donnerstag gab es Entwarnung: Die Kopfschmerzen sind abgeklungen. Der Abwehrspieler hatte sich beim 1:1 gegen Union Berlin in der 10. Minute bei einem Zusammenprall mit Berlins Felix Uduokhai verletzt.
Brackelmann musste mit wackeligem Schritt vom Platz geführt werden, gestützt von Mannschaftsarzt Dr. Jens-Ulrich Otto und Physiotherapeut Tim Gulde. Die Diagnose im Krankenhaus lautete Gehirnerschütterung. Er durfte am selben Abend nach Hause, klagte in den Tagen danach aber über starke Kopfschmerzen und musste strikt pausieren.
„Er ist auf dem Weg der Besserung und durchläuft jetzt dann das Protokoll“, sagte FCA-Trainer Manuel Baum. Er ist ein Anhänger des standardisierten Vorgehens: „Ich finde es wichtig, dass man bei Kopfverletzungen echt vorsichtig geworden ist.“ Und weiter: „Es gibt ja genügend Beispiele von Sportlern, die dann langfristig Probleme bekommen haben.“
Das „Return-to-Sport“-Protokoll von DFL und DFB ist ein ärztlich überwachter Stufenplan. Jeder Schritt dauert mindestens 24 Stunden. Es beginnt mit einer Ruhephase, dann folgen leichtes aerobes Training, fußballspezifisches Einzeltraining ohne Kopfbälle und kontaktloses Mannschaftstraining. Danach steht das volle Mannschaftstraining an. Treten Symptome auf, muss der Spieler zur vorherigen Stufe zurück.
Für den 27-Jährigen ist es die zweite Gehirnerschütterung in diesem Jahr. Schon Ende Januar hatte er beim Zweitligaspiel des SC Paderborn bei Holstein Kiel (0:2) eine erlitten.
Erst nach beschwerdefreiem Absolvieren aller Stufen darf Brackelmann wieder in einem Pflichtspiel eingesetzt werden.