BVB vor Mammutprogramm: Neun Spiele in 30 Tagen
Borussia Dortmund steht vor einem kräftezehrenden Herbst. Mit dem 2:2 gegen Werder Bremen hat für den Tabellenführer ein Programm mit neun Spielen in 30 Tagen begonnen. Das ist im Schnitt alle drei Tage eine Partie.
Trainer Niko Kovac hatte schon vor dem Heimspiel gegen Werder gesagt: „Die nächsten Wochen werden uns von der Logistik und Regeneration einiges abverlangen.“ Die Partie gegen Bremen war das frühestmögliche Spiel nach der Länderspielpause. Einige Spieler waren erst im Laufe der Woche zurückgekehrt.
Fünf Tage später tritt der BVB in Norwegen bei Bodø/Glimt an, drei Tage danach folgt das Spiel bei Union Berlin. Weitere drei Tage später geht es zum Sabah FK nach Aserbaidschan. Laut WAZ umfasst dieses Reiseprogramm mehr als 11.000 Kilometer, dazu kommen inklusive Bremen vier Spiele in anderthalb Wochen.
In Dortmund wurde offenbar diskutiert, ob das Team nach dem Union-Spiel überhaupt ins Ruhrgebiet zurückkehren sollte. Kovac begründete die Rückreise: „Schlafe ich in meinem eigenen Bett, in den eigenen vier Wänden? Auch das ist ein Punkt, den man berücksichtigen muss.“ Man werde laut dem Trainer zu Hause regenerieren und von dort zu den nächsten Spielen fliegen.
Eine Pause gibt es danach nicht. Nach dem Spiel beim Sabah FK folgt am Samstag das Topspiel gegen Eintracht Frankfurt. Im DFB-Pokal kommt Werder erneut nach Dortmund, danach steht das Auswärtsspiel beim FC Bayern an. Anschließend geht es in der Champions League und mit einem weiteren Ligaspiel weiter, bis die nächste Länderspielpause kommt.
Das Programm wird den Spielern viel abverlangen. Es ist aber zugleich das, was der Klub angesichts seiner Ambitionen in Liga, Pokal und Champions League anstrebt. Mehrere andere Vereine müssen eine ähnliche Belastung bewältigen.