Capa-Wäldchen: Jung präsentiert Rettungsplan für RB Leipzig
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat einen neuen Plan vorgestellt, der das Capa-Wäldchen vor der Rodung bewahren soll. Kernstück ist ein Parkhaus auf dem Festplatz am Cottaweg, das die Parkplatzsituation rund um die Red Bull Arena bei Bundesliga- und Champions-League-Spielen entlasten soll. Die Ausschreibung ist für kommendes Jahr geplant, die Fertigstellung bis 2029.
Parallel soll die Kleinmesse in etwa fünf Jahren vom Festplatz auf die denkmalgeschützte Festwiese umziehen. Dafür sind laut Jung Abstimmungen mit dem Denkmalschutz erforderlich. Wird der Festplatz von der Kleinmesse nicht mehr gebraucht, könnten dort die geplanten RB-Erweiterungen entstehen, darunter zusätzliche Trainingsplätze und ein Stadion für die Frauenmannschaft.
Noch im August hatte Jung einen Verkauf des 5,7 Hektar großen Wäldchens an RB Leipzig als "schmerzhafte, aber sehr, sehr vernünftige und wirtschaftlich sinnvolle Lösung" bezeichnet. Gegen die Rodungspläne sammelten Naturschützer in zwei Petitionen Tausende Unterschriften; im Juni demonstrierten laut Medienberichten 1.000 bis 2.000 Menschen dagegen. Jung will die Weichen für seinen neuen Plan noch vor der Oberbürgermeisterwahl im Mai stellen, zu der er nicht mehr antritt.