Fünf Baustellen: Gladbachs Kader-Umbau birgt Risiken
Borussia Mönchengladbach hat in diesem Sommer 27 Personalbewegungen vollzogen. Sport-Boss Rouven Schröder (50) bekennt sich zu Trainer Eugen Polanski (40) und hat eine neue Führungsstruktur im Sport aufgebaut. Trotzdem bestehen konkrete Problemstellen, die den Klassenerhalt gefährden können.
Der 29-Mann-Kader gilt intern als zu groß und zu teuer. Gladbach möchte Florian Neuhaus (29, rund vier Mio. Euro Jahresgehalt), Tomas Cvancara (25, rund 1,8 Mio.), Giovanni Reyna (23, rund zwei Mio.) und Joe Scally (23, rund 1,5 Mio.) abgeben. Viele Zugänge wie David Herold (23), Enzo Leopold (25) und Isac Lidberg (27) kommen aus der 2. Liga und benötigen laut Klub noch Entwicklungszeit. Hinter der Innenverteidigung mit Nico Elvedi (29) und Kevin Diks (29) fehlt ein erfahrener Back-up.
Die Torhüterfrage bleibt offen. Stammkeeper Moritz Nicolas (28, Vertrag bis 2029) hat eine abgelaufene Ausstiegsklausel von zehn bis 15 Millionen Euro, Interesse aus England besteht weiterhin. Gladbach plant mit ihm als Nummer eins, müsste bei einem Abgang kurzfristig reagieren. Bei Stürmer Tim Kleindienst (30) läuft die Reha nach Knie-OP planmäßig, eine Rückkehr zur Gala-Form ist jedoch nicht garantiert. Top-Ersatz Haris Tabakovic (32) konnte nicht gehalten werden.