Dzeko-Debatte auf Schalke: Ex-Profis uneins über Rolle des Routiniers
Nach dem 0:0 gegen die SV Elversberg steht Schalkes Angreifer Edin Dzeko in der Kritik. Die Debatte, ob der 40-Jährige zu alt für die Bundesliga ist, beschäftigen nun drei frühere Schalker Profis.
Kevin Kuranyi sagte gegenüber „Bild“: „Seine Rolle in der 2. Liga ist ganz anders als in der Bundesliga.“ Dzeko habe in der vergangenen Saison viele wichtige Tore geschossen und Schalke mit zum Aufstieg geführt. „Doch das ist jetzt ein neues Kapitel. Er nimmt es an, hat auch viel Erfahrung.“ Kuranyi zog den Hut davor, dass Dzeko mit 40 Jahren noch Bundesliga spielt. Dem Routinier fehlten verständlicherweise Tempo und Kondition, er werde aber seine Spiele bekommen. Trainer Miron Muslic wisse, „wie er ihn aufstellen muss, ob als Joker oder in der Startelf“.
Klaas-Jan Huntelaar sieht das Problem in der taktischen Ausrichtung nach dem Aufstieg. „Schalke wird nicht so viel offensiv spielen. Und wenn man auf Konter spielt, ist Dzeko natürlich nicht der richtige Mann.“ Als Joker könne er aber „eine große Rolle spielen“, denn er wisse instinktiv, wo das Tor stehe.
Simon Terodde kann die Debatte nicht nachvollziehen. Dzeko sei „ein absoluter Weltstürmer“ und habe „schon jetzt seinen Wert in der Kabine“. In Heimspielen gegen Teams wie Union, Hamburg oder Köln, in denen Schalke mehr Ballbesitz haben dürfte, sei er der Richtige. Kein anderer Stürmer im Kader sei so eiskalt vor dem Tor und könne Bälle so gut behaupten. Kuranyi erwartet trotz einer harten Saison am Ende den Klassenerhalt, „auch mit dem einen oder anderen Dzeko-Tor“.