Eintracht Frankfurt: Machtkampf um Krösche, Hellmann und Beck
Bei Eintracht Frankfurt gibt es trotz Ruhe auf der Trainerposition weiterhin einen Machtkampf im Klub. Sportvorstand Markus Krösche wird laut Sport Bild seinen bis 2028 laufenden Vertrag nicht erfüllen. Davon würde Vorstandssprecher Axel Hellmann profitieren.
Hellmann ist bis 2031 gebunden und genießt dem Bericht zufolge großen Rückhalt. Viele im Verein wollen, dass der 55-Jährige langfristig bleibt. Der Plan soll vorsehen, dass er nach einem Abgang Króschs zum Vorstandsvorsitzenden befördert wird. Einen neuen Sportvorstand braucht die Eintracht trotzdem. Als Kandidat kommt unter anderem Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg infrage.
Eine tragende Rolle soll weiterhin Präsident Mathias Beck spielen. Er möchte laut Bild Aufsichtsratsvorsitzender bleiben. Bei der Mitgliederversammlung am 19. Oktober will er sich mit mindestens 95 Prozent der Stimmen wiederwählen lassen und hat wohl gute Chancen. Beck will den Zusammenhalt stärken und die Missgunst innerhalb der Gremien verringern.
Vizepräsident Benjamin von Loeften dürfte weiter Becks Unterstützung erhalten. Der 39-Jährige soll zudem Schatzmeister im Präsidium werden. Er ist kein Finanzexperte, hat aber einen engen Draht zur Ultra-Szene und bezeichnet sich selbst als SGE-Ultra. Die Ultras besitzen bei der Abstimmung große Macht und sprechen sich wohl geschlossen für die Doppelspitze aus.
Von Loeften soll helfen, das Ultra-Problem mit gefährlichem Einsatz von Pyrotechnik, schweren Verletzungen, finanziellen Schäden und Justizermittlungen in den Griff zu bekommen. Scheitern er und Beck dabei, wären sie schnell angreifbar. Das brächte Konfliktpotenzial auf Führungsebene und im Verhältnis zu den Fans.