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Analyse

Klaus-Michael Kühne: Der HSV-Mäzen, der nie loslassen konnte

24.08.2026 18:40

Klaus-Michael Kühne, 1937 in Hamburg geboren, hat den Hamburger SV über Jahrzehnte mit mehr als 500 Millionen Euro unterstützt. Die Summe umfasst Darlehen, Wandelanleihen, Anteilskäufe und den Erwerb des Stadionnamens. Zu Geld gekommen war Kühne als langjähriger Vorstandsvorsitzender von Kühne + Nagel AG, einem Unternehmen, das sein Großvater gegründet hatte.

Sein größter Vorstoß scheiterte 2022: Für 120 Millionen Euro wollte er über seine Kühne Holding AG die Anteile an der HSV Fußball AG von 15,21 auf 39,9 Prozent erhöhen. Die Satzung des HSV begrenzt den Einfluss eines externen Investors jedoch auf 24,9 Prozent. Auch der Widerstand der Vereinsmitglieder gegen eine Machtverschiebung zugunsten eines Investors trug zum Scheitern des Deals bei. Zwei Jahre später wandelte Kühne ein 30-Millionen-Euro-Darlehen in Anteile um.

In seinen aktiven Jahren zwischen 2010 und 2018 waren Vorstände wie Bernd Hoffmann und Dietmar Beiersdorfer seine häufigsten Gesprächspartner, die er öffentlich regelmäßig kritisierte. Seinen Wunschkandidaten für eine führende Rolle beim HSV hatte er stets klar benannt: Felix Magath. Dieser scheiterte jedoch wiederholt am Widerstand der Vereinsgremien. Seit 2015 war Kühne bei keinem Spiel mehr im Volkspark zugegen.

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