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Frankfurt ändert Transferstrategie: Fokus auf Nachwuchs und deutschen Markt

20.10.2026 15:08

Eintracht Frankfurt richtet seine Transferpolitik nach dem Abschied von Sportvorstand Markus Krösche neu aus. Auf der Mitgliederversammlung am Montagabend kündigte Präsident und Aufsichtsratschef Matthias Beck an, den Fokus stärker auf den deutschen Markt und das eigene Nachwuchsleistungszentrum zu legen.

„Wir wollen auch in Zukunft um internationale Plätze mitspielen, aber der Weg dorthin wird im Sinne der wirtschaftlichen Vernunft Anpassungen erfahren müssen“, sagte Beck. Das werde man dem Nachfolger von Krösche mit auf den Weg geben. Zugleich wolle die Eintracht weiter Spieler entwickeln und internationale Talente holen. „Dabei müssen wir aber beobachten, ob die großen Transfers für uns noch möglich sein werden“, so Beck. Die Preise für junge Talente seien brutal gestiegen, die Abnehmer am Markt hätten sich stark reduziert.

Vorstandschef Axel Hellmann nannte die englische Premier League als Hauptgrund. Sie wolle ihre wesentlichen Transferströme im eigenen Land zirkulieren lassen. „Wir müssen unsere Abhängigkeit von Transfererlösen systematisch reduzieren“, sagte Hellmann. Fertige Spieler mit europäischer Qualität könne sich die Eintracht nie bis zum 18. Kaderplatz leisten. Eine Abkehr vom bisherigen Weg sei das nicht, sondern eine Modifizierung. Das Modell hatte mit den Verkäufen von Hugo Ekitiké, Randal Kolo Muani und Omar Marmoush rund 265 Millionen Euro eingebracht. Im Sommer fiel es der Eintracht laut 90min schwer, Hugo Larsson und Jean-Matteo Bahoya abzugeben. Erst am Deadline Day wechselten beide per Leihe mit Kaufvereinbarung nach England.

Hellmann übernimmt vorübergehend zusätzlich die Aufgaben des Sportvorstands. Wie berichtet, gelten Christoph Spycher von den Young Boys Bern und Fredi Bobic als Kandidaten für die Nachfolge. Beck kündigte an, das Thema „in den nächsten Tagen“ anzugehen. Krösche soll vor einem Engagement bei der AC Mailand stehen.

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