Freiburgs Cyriaque Irié: Vom Joker zur Startelf gegen Trabzonspor
Cyriaque Irié steht beim SC Freiburg gegen Trabzonspor in der Startelf. Der 21-jährige Rechtsaußen hatte am vergangenen Bundesliga-Spieltag beim FC Augsburg das Siegtor zum 2:1 erzielt. In der 85. Minute köpfte er den Ball ins Netz, gerade zwei Minuten nach seiner Einwechslung.
„Ich bin überglücklich“, sagte Irié anschließend. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich werde eine tolle Nacht haben.“ Auf diesen Treffer hatte er lange warten müssen.
Im Sommer 2025 war der gebürtige Ivorer für rund 8,5 Millionen Euro vom französischen Zweitligisten ESTAC Troyes nach Freiburg gewechselt. Damit gehört er zu den teuersten Neuzugängen der Vereinsgeschichte. Nach seinem Bundesliga-Debüt am ersten Spieltag gegen Augsburg bremste ihn eine Malaria-Erkrankung aus. Er hatte sich auf einer Länderspiel-Reise infiziert und musste ins Krankenhaus. Irié fiel wochenlang aus und kam danach meist nur als Einwechselspieler zum Einsatz.
Mitspieler Matthias Ginter lobte: „Er ist sehr, sehr fleißig gewesen, auch als er nicht gespielt hat.“ Trainer Julian Schuster sagte: „Man merkt, dass er ein Jahr älter und reifer geworden ist.“
Auch sprachlich arbeitet Irié an seiner Integration und übt mit der Freiburger Sprachlehrerin Stefanie Nerling. Beim Interview nach dem Treffer half ihm Linksverteidiger Jordy Makengo als Dolmetscher. Irié betont jedoch, dass er sich nicht auf seinen französischsprachigen Mitspieler verlassen möchte. Die Mannschaft sei für ihn eine Familie, in der es vor allem auf Zusammenhalt ankomme.
Gegen Trabzonspor bekommt Irié nun die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. Mit seinem Tempo, seiner Robustheit und seiner Stärke im Eins-gegen-eins bringt er dafür gute Voraussetzungen mit. Auch bei Kopfbällen ist er gefährlich. Beide Treffer für den Sport-Club erzielte er per Kopf.