Freund stellt sich hinter Karl: „Wir wollen ja auch Typen haben“
Bayerns Sportdirektor Christoph Freund hat Offensivspieler Lennart Karl vor dem Bundesliga-Spiel in Mainz am Samstag (15.30 Uhr) verteidigt. Auf der Pressekonferenz lobte er den 18-Jährigen ausdrücklich und ordnete die jüngsten Diskussionen um den Jungprofi ein.
„Lenny ist ein anderer Typ als andere junge Spieler. Aber wir wollen ja auch Typen haben ganz gerne“, sagte Freund. Karl sei „frech“, „mutig“ und mache „Tore, die andere nicht machen“. Zudem hob der Sportdirektor den Kampfgeist hervor: „Lenny war verletzt, sogar zweimal, eine größere Verletzung war dabei. Er hat sich aber zurückgekämpft.“ Die Verletzungen kosteten Karl unter anderem die Teilnahme an der WM 2026.
Zuletzt hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß dem Spieler mehr „Demut“ empfohlen. Karl reagierte nach seinem Tor in Madrid in der Champions League mit einer „Bla Bla“-Geste, womöglich in Richtung der Kritiker. Freund betonte, Karls Durchbruch im vergangenen Jahr beruhe auf harter Arbeit: „Das sieht man an seinen Daten, wie viel er läuft, wie viel er sprintet, was er gegen den Ball macht.“
Entscheidend sei für die Bayern nur, was Karl auf dem Platz zeige. Über die erneute Nominierung für die Nationalmannschaft freute sich Freund: „Ich glaube, er hat sich das auch verdient.“ Der Klub wisse, „was wir am Lenny haben“.