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Analyse

Gladbach: Blessin kehrt zur Dreierkette zurück

30.09.2026 14:01

Alexander Blessin hat entschieden: Borussia Mönchengladbach wird künftig wieder mit einer Dreierkette spielen. Damit dreht der neue Cheftrainer die taktische Grundausrichtung seines Vorgängers um, obwohl der Kader in diesem Sommer explizit für eine Viererkette zusammengestellt worden war.

Der Wechsel zur Viererkette war von den Verantwortlichen als Signal für Fortschritt, Mut und attraktiven Fußball gedacht. Das Ergebnis war ernüchternd: Gladbach verlor die ersten Saisonspiele allesamt, kassierte viele Gegentore und blieb gleich zweimal ohne eigenen Treffer.

Blessin will die Dreierkette jedoch offensiv interpretieren. "Wir wollen das ein bisschen offensiver interpretieren", sagte der 53-Jährige laut RP. "Da geht es um Abstände, Räume und Zwischenräume, die belaufen werden müssen, und einfach um ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Das brauchen wir." Als übergeordnetes Prinzip nannte er: "Es geht um das gemeinsame Verteidigen."

Blessin betonte zudem, dass er die Umstellung für seine Spieler behutsam angehen will. "Ich will wissen, was die Spieler denken und fühlen – in manchen Situationen ist das ja auch eine Umstellung, wenn man in der Vorbereitung eine Viererkette gespielt hat. Auch Fünfer- oder Dreierketten kann man unterschiedlich interpretieren", erklärte er. Offensiv zeigte er sich flexibel: "Vor allem offensiv können wir, wenn wir das Gefühl haben, eine Variation zu brauchen, unterschiedliche Spielertypen und Facetten einbringen. Das kann uns helfen, im Offensivspiel Akzente zu setzen."

Ob Blessin auf ein 3-4-3 oder ein 3-5-2 setzen wird, ist noch offen. Automatische Besserung garantiert das neue System nicht: Interimscoach Jan-Moritz Lichte hatte gegen Mainz bereits auf ein 3-4-2-1 umgestellt und dennoch vier Gegentore und eine Niederlage kassiert.

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