Gladbach spart zehn Millionen Euro bei den Gehältern
Borussia Mönchengladbach hat im Sommer die Gehälter um zehn Millionen Euro gesenkt. Sportchef Rouven Schröder bestätigte das im „Doppelpass“ nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart. Der Klub steht trotz der ersten Punkte weiter auf dem letzten Tabellenplatz.
„Die Gehälter haben wir um zehn Millionen Euro heruntergeschraubt. Es ist einiges zusammengekommen: Wir haben eine Achse verloren mit Reitz, Engelhardt, Tabakovic und Elvedi. Wir haben versucht, sie zu ersetzen“, sagte Schröder. Ziel sei ein hoher Transferüberschuss gewesen, um in neue Spieler investieren zu können. Allein der Verkauf des ehemaligen Kapitäns Rocco Reitz brachte rund 20 Millionen Euro. Nico Elvedi wechselte für acht Millionen Euro, Gio Reyna für drei Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Transfergewinn von über 16 Millionen Euro. Die gesamten Personalkosten lagen im vergangenen Geschäftsjahr bei 94,6 Millionen Euro, darin enthalten ist der gesamte Klub.
Den Fehlstart nimmt Schröder auf seine Kappe. Sechs Niederlagen in Folge hatten unter anderem Trainer Eugen Polanski den Job gekostet. „Das Thema der Krise nehme ich komplett auf meine Kapuze, weil du in der Verantwortung stehst. Mit der Unterschrift war mir klar, welcher Weg eingeschlagen wird“, sagte der Sportchef.
Wie berichtet, gewann Gladbach zuletzt im DFB-Pokal 2:0 gegen Karlsruhe, obwohl die Mannschaft lange in Unterzahl spielte. Das Weiterkommen bringt eine Bonuszahlung des DFB von 912.755 Euro. Als Nächstes wartet in der Liga das Heimspiel gegen Paderborn.