Gosens über Florenz-Aus und Schalke-Wechsel: „Absurder Transfersommer“
Schalkes Linksverteidiger Robin Gosens hat sich zu seinem Abschied von der AC Florenz geäußert. Kaderplaner Max Lüftl gab der WAZ zudem Einblicke in die langwierigen Verhandlungen um den Wechsel des 32-Jährigen nach Gelsenkirchen.
Lüftl hatte bereits im März erstmals Kontakt zu Gosens aufgenommen. „Das war ein sehr langer Prozess“, sagte er. Während manche Verpflichtungen schnell abgeschlossen seien, habe es bei Gosens mehrere Monate gebraucht. Eine Hürde war die Einigung mit Florenz, das den Ex-Nationalspieler im Sommer 2025 für sieben Millionen Euro fest verpflichtet hatte. Am Ende verständigten sich beide Klubs auf eine einjährige Leihe. Schafft Schalke den Klassenerhalt, greift eine Kaufpflicht über eine Million Euro.
Im Podcast Copa TS schilderte Gosens seine Sicht. „Ich habe einen sehr absurden Transfersommer hinter mir“, sagte er. Obwohl er zuvor regelmäßig gespielt und zeitweise die Kapitänsbinde getragen hatte, durfte er in der Vorbereitung plötzlich nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. Vor allem die Art seiner Ausbootung stieß bei ihm auf Unverständnis. „Ich hatte schon das Gefühl, dass ich ein wichtiger Spieler für den Verein war“, sagte er. Zudem wünsche er sich „generell einen menschlicheren Umgang“ mit aussortierten Profis.
Auf Schalke warf ihn zunächst eine Oberschenkelverletzung in der Vorbereitung zurück. Inzwischen gehört er regelmäßig zur Startelf und erzielte beim 3:1 gegen seinen früheren Verein Union Berlin sein erstes Tor. Auch wenn ihm nach der Verletzung noch etwas Spielrhythmus fehlt, entwickelt sich Gosens zunehmend zu einer wichtigen Verstärkung für die Königsblauen.