Hitzlsperger hält Neuer-Debatte beim FC Bayern für legitim
Der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hält die Diskussion um Bayerns Torwart Manuel Neuer für gerechtfertigt. Im Interview mit „ran“ sagte der 44-Jährige, Neuer sei „nicht mehr auf dem Zenit seiner Schaffenskraft“.
„Ich verstehe, dass Bayern das nicht zum Thema machen will“, sagte Hitzlsperger. Als Profi sei man selten in der Lage, sich das einzugestehen und „den Weg freizumachen“. Im Verein müsse man irgendwann „den Übergang zu Jonas Urbig hinkriegen“. Deshalb finde er es „völlig legitim, dass eine Diskussion aufkommt“.
Neuer hatte beim 2:2 gegen den FC Augsburg am 10. Oktober kurz nach dem Anstoß den Ball verloren. Der Fehler führte zum schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte durch Robin Fellhauer. Anschließend gab es deutliche Kritik am Weltmeister von 2014. Laut Hitzlsperger sei der Ex-Schalker dennoch „wahrscheinlich der beste 40 Jahre alte Torhüter, den der Fußball je gesehen hat“. Niemand wolle „an seinem Denkmal kratzen“.
Neuers Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, aktuell deutet vieles auf ein Karriereende hin. In dieser Saison ist er weiterhin die Nummer eins. Urbig, der jüngst sein Länderspieldebüt feierte, stand zuletzt beim 3:3 in der Champions League gegen Viking Stavanger und beim 6:1 gegen Leipzig im Tor. Neuer fehlte in beiden Partien verletzt.
Hitzlsperger forderte, Urbig „auf die wichtigen Spiele vorzubereiten“. Je früher das passiere, „desto besser für den Klub“. Die Debatte nannte er ein weiteres Mal „zulässig“.