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Interview

Hoeneß kritisiert Rummenigge und lobt Kompany: „Würde sofort verlängern“

24.10.2026 08:05

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat in der Welt am Sonntag Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge für dessen öffentlich gemachte Enthaltung bei der Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl kritisiert. Zugleich erklärte er, er würde den Vertrag von Trainer Vincent Kompany sofort verlängern.

Hoeneß missfiel, dass Rummenigge seine Enthaltung bei der Ende August verkündeten Verlängerung mit Eberl öffentlich gemacht hatte. „Ich finde es schade, dass er das öffentlich gesagt hat, das war nicht notwendig“, sagte Hoeneß. „In dieser Sache haben wir unterschiedliche Meinungen.“ Rummenigge hatte Ende September bei der Abendzeitung bestätigt: „Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit ‚Nein‘ stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten.“ Das Verhältnis zu Rummenigge sei dennoch „völlig intakt“, so der 74-jährige Hoeneß: „Es ist sogar besser als je zuvor.“

Brisant ist die Kritik, weil Hoeneß selbst zuvor Zweifel an Eberl geäußert hatte. Rund um das DFB-Pokalfinale im Mai sprach er von einer Tendenz von „60 zu 40 für eine Verlängerung“. Nun sagte er: „Ich war auch eine Zeitlang kritisch mit Max, beispielsweise fühlten wir uns nicht gut informiert und einige Verträge waren uns zu teuer.“ Eine Aussprache unter Beteiligung von Rummenigge und Präsident Herbert Hainer habe die Wogen geglättet. „Max hat seither einen guten Job gemacht und die richtige Entwicklung genommen.“ Eberls neuer Vertrag läuft bis 2029.

Auch zu Kompany äußerte sich Hoeneß. Er könne sich „derzeit keinen besseren Trainer vorstellen“. Er habe dem Belgier gesagt, dass man den bis 2029 gültigen Vertrag eigentlich jetzt schon verlängern müsste. „Wenn er morgen auf uns zukäme und das möchte, würde ich persönlich das sofort machen.“

Kompany übernahm die Bayern im Sommer 2024 und gewann zweimal die Meisterschaft. Zudem holte der FCB in der vergangenen Saison erstmals nach sechs Jahren den DFB-Pokal.

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