Hollerbach trifft 253 Tage nach Achillessehnenriss für Mainz
Mainz-Stürmer Benedict Hollerbach hat sich 253 Tage nach seinem Achillessehnenriss mit einem Bundesliga-Tor zurückgemeldet. In der Nachspielzeit gegen Bayer Leverkusen erzielte er den 3:4-Anschlusstreffer, der die Niederlage nicht mehr abwendete. Hollerbach tunnelte dabei Leverkusens Torwart Mark Flekken.
Die Verletzung hatte sich der 25-Jährige am 31. Januar beim 2:1-Sieg bei RB Leipzig zugezogen. Zunächst sammelte er Spielpraxis in der Regionalliga-U23 gegen den VfR Aalen und beim 16-Minuten-Comeback in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. In der Länderspielpause traf er dann beim 3:0-Testspielsieg in Mannheim gegen einen Drittligisten.
Sportdirektor Niko Bungert lobte den Einsatz: „Er ist extrem engagiert. Er ist in jedem Training mit 120 Prozent da, hat auch beim Testspiel in Mannheim ordentlich Meter geschrubbt.“ Zudem sagte Bungert: „Ich bin optimistisch, dass wir mit ihm mehr und mehr noch eine weitere Option und einen Qualitätsspieler für die vordere Reihe haben. Er ist nahe dran an seiner hundertprozentigen Form, wir sind happy, dass er wieder da ist.“
Hollerbach war vor einem Jahr für rund zehn Millionen Euro verpflichtet worden. Unter Ex-Trainer Bo Henriksen entfachte er als alleiniger Mittelstürmer kaum Gefahr. Unter Urs Fischer spielte er als hängende Spitze. Bis zu seiner Verletzung traf er bei seinem Ex-Klub Union Berlin und bereitete gegen den VfL Wolfsburg ein Tor vor. Mit dem Treffer gegen Leverkusen knüpft er an diesen Aufwärtstrend an.
Einen Stammplatz kann Hollerbach vorerst dennoch nicht einfordern, da Phillip Tietz und Sheraldo Becker in Top-Form sind. Mit Ransford Königsdörffer dürfte er zunächst um die Rolle des ersten Jokers konkurrieren.