HSV bangt nach 3:2 in Hoffenheim um Kapitän Remberg
HSV-Kapitän Nicolai Remberg hat sich beim 3:2 (1:1) in Hoffenheim am rechten Knie verletzt. Der Mittelfeldspieler musste kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden und verließ den Platz humpelnd. Eine Diagnose steht noch aus.
Vorausgegangen war ein Zweikampf mit Hoffenheims Bambasé Conté, eine unglückliche Drehung und ein leichter Zusammenprall mit dem rechten Knie. Remberg deutete in der 34. Minute in Richtung Trainerbank, versuchte es nach kurzer Pause noch einmal, musste dann aber doch aufgeben. Beim Verlassen des Feldes stützten ihn Alexander Røssing-Lelesiit und Jordan Torunarigha. Nach dem Spiel zeigte sich der 26-Jährige auf Krücken.
Für Remberg ist die Situation neu. In seiner Profi-Karriere war er zuvor nie verletzt. In der vergangenen Saison verpasste er, wenn er nicht gesperrt war, keine einzige Pflichtspiel-Minute. Auch bei Holstein Kiel und Preußen Münster fehlte er nie verletzungsbedingt.
„Es ist immer schwierig, wenn so ein zentraler Spieler ausfällt. Das tut weh“, sagte Ex-HSV-Profi Sven Schipplock bei Sky. Er ergänzte: „Ich glaube, die Mannschaft fängt das schon auf.“
Für Remberg kam in der 41. Minute Miro Muheim, der damit sein Saison-Debüt feierte. Trainer Merlin Polzin musste notgedrungen auf den Linksverteidiger zurückgreifen. Bilal Nadir fehlte wegen Adduktorenproblemen im Spieltagskader, Kofi Amoako hat noch keine Bundesliga-Minute absolviert.
Ausgerechnet Muheim wurde zum Matchwinner. Yussuf Poulsen (12.) hatte den HSV in Führung gebracht. Ein Eigentor von Sebastiaan Bornauw (45.+6) und Conté (53.) drehten die Partie für Hoffenheim. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Hoffenheims Bernardo (65.) glich Terem Moffi (83.) aus. In der 90.+4. Minute traf Muheim per Volley zum 3:2.
Wie schwer Rembergs Verletzung ist, soll sich in den kommenden Stunden und Tagen zeigen. Fällt er länger aus, hat Polzin im zentralen defensiven Mittelfeld kaum Alternativen.