HSV: Omari verdrängt Torunarigha aus der Startelf
Der HSV hat in der Innenverteidigung einen neuen Stammspieler: Warmed Omari stand zuletzt beim 3:2 in Hoffenheim und beim 1:0 gegen den VfB Stuttgart in der Startelf. Jordan Torunarigha blieb in beiden Spielen draußen und kam zweimal in Folge nicht zum Einsatz.
Torunarigha hatte an den ersten vier Bundesligaspieltagen gespielt, während Omari das 0:2 in Dortmund und das 0:5 gegen Mainz wegen der Nachwirkungen einer Schulterverletzung verpasst hatte. Beim 0:5 in Leipzig feierte der komorische Nationalspieler sein Comeback als Joker und leistete sich einen Fehler vor dem fünften Gegentor. Beim 2:1 gegen Köln rückte er wegen des Ausfalls von Sebastiaan Bornauw erstmals in die Startelf, an der Seite von Nicolás Capaldo und Torunarigha, der in der Mitte der Dreierkette aushalf. Seit Bornauws Rückkehr bilden Capaldo, Bornauw und Omari die Abwehrreihe.
Dabei ist Torunarigha der einzige Linksfuß unter den Innenverteidigern des HSV. Omari zeigte jedoch, dass er auch als Rechtsfuß links weitgehend stabil spielen kann. Bornauw sagte: „Warmed spielt gerne dort, weil er so oft auf seinen rechten Fuß reinziehen und dann verlagern kann. Und man muss sagen, dass er in letzter Zeit sehr gute Spiele macht. Ich freue mich für ihn.“
Gegen Stuttgart gewann Omari laut Opta vier seiner acht Zweikämpfe. Mit einem Ballverlust leitete er einen Konter und eine Chance von Ermedin Demirovic ein (27.). Zugleich brachte er 96 Prozent seiner 51 Pässe an den Mitspieler, Capaldo kam auf 59, Bornauw auf 81 Prozent. Trainer Merlin Polzin schätzt Omaris Passspiel sehr.
Omari sah wegen eines taktischen Fouls an Bilal El Khannouss die Gelbe Karte (55.). In der Schlussphase biss er trotz Krämpfen durch und blockte mehrere Stuttgarter Schüsse. Der HSV feierte so das erste Zu-Null-Spiel der neuen Erstliga-Saison.