HSV: Polzin lobt Vieira nur vorsichtig, Poulsen denkt an Barcelona
Der HSV hat den Test gegen Kopenhagen im Volkspark mit 2:0 gewonnen. Spielmacher Fábio Vieira zeigte dabei Fortschritte, Trainer Merlin Polzin bleibt in seinem Urteil über den Portugiesen aber zurückhaltend.
„Bei Fábio werde ich nicht anfangen, ihn über den grünen Klee zu loben. Dafür kenne ich ihn zu gut“, sagte Polzin nach der Partie. Zugleich erkannte er Fortschritte: „Er hat seine Qualitäten, tut unserem Spiel extrem gut und kann den Unterschied machen.“ Vieira habe immer wieder Situationen aufgelöst. Es brauche aber weiter Zeit: „Man merkt bei ihm, dass wir in dieser Konstellation weiter Zeit brauchen.“ Ein gewonnenes Testspiel ändere daran nichts.
Vieira hatte vor gut zwei Wochen beim 2:1 gegen den 1. FC Köln sein Startelfdebüt in dieser Saison gegeben. In der Länderspielpause arbeitete er an seiner Fitness. Gegen Kopenhagen vergab er per Schlenzer (51.) und nach unsauberer Ballmitnahme gegen Keeper Diant Ramaj (75.) gute Chancen. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Yussuf Poulsen spielte er gemeinsam mit Otto Stange vorne.
Poulsen zog einen Vergleich zum Barça-Profi Raphinha, den Trainer Hansi Flick zunehmend im Sturmzentrum einsetzt. „Fábio kannst du überall hinstellen“, sagte der Däne. „Barcelona ist eine der besten Mannschaften auf der Welt, die mit der falschen Neun spielen.“ Auch der HSV könne so spielen.
Im Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) fehlt Patson Daka mit einem Muskelfaserriss. Terem Moffi wackelt wegen Knieproblemen. Poulsen hat es nach eigener Aussage nicht schlimmer erwischt und will beginnen. Das gilt auch für Vieira, der wegen des Ausfalls von Albert Grønbæk noch mehr kreative Aufgaben übernimmt. Über Vieiras Entwicklung sagte Polzin: „Jetzt haben wir noch mal eine Woche. Und die werden wir nutzen.“