Hütter bereut Kritik an Koch und Uzun nicht
Frankfurts Trainer Adi Hütter sieht in seiner öffentlichen Kritik an Kapitän Robin Koch und Offensivspieler Can Uzun keinen Fehler. In einem Interview mit der Bild sagte er, er würde es genau so wieder tun. Bei beiden erkennt er seitdem deutliche Fortschritte.
Zu Uzun sagte Hütter: „Man muss nicht der große Pressing-Hai sein, aber ich will sehen, dass jeder mitmacht. Weil es einen klaren Plan gibt, was zu tun ist, wenn der Gegner den Ball hat.“ Im Pokalspiel gegen den Hamburger SV hob er den Auftritt hervor: „Da ist Can 13,3 Kilometer gelaufen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Offensivspieler so viel gelaufen ist. Er war ein echter Aktivposten, hatte viele gute Aktionen. So stell‘ ich mir das vor.“ Ob Uzun verstanden habe, was gefordert sei, werde die Zukunft zeigen: „Ich bin aber zuversichtlich. Ich habe ihm erklärt, dass es seine Karriere ist und was ich von ihm erwarte. Denn wenn er es hier nicht macht, wird er es woanders auch nicht machen.“ Zuvor hatte Hütter Uzun „unheimliches Potenzial“ attestiert, aber fehlenden Arbeitswillen bemängelt.
Koch hatte Hütter nach dem 0:6 bei RB Leipzig zur Pause ausgewechselt und gesagt: „Ich habe Robin Koch erlöst. Ich erwarte mir von einem Führungsspieler und einem Kapitän etwas anderes.“ Seitdem stand der Kapitän dreimal über 90 Minuten auf dem Platz und traf beim 3:1 im DFB-Pokal beim HSV. „Wir haben danach jeden Tag miteinander gesprochen. Seine Reaktion hat mich am meisten gefreut. Wenn er so weitermacht, zieht er die anderen mit“, sagte Hütter.
Am Sonntag (17.30 Uhr) dürften Koch und Uzun nach dieser Entwicklung erneut das Vertrauen des Trainers erhalten.