Hütter hadert, Krösche gibt Entwarnung: SGE-Analyse nach vier Spieltagen
Eintracht Frankfurt steht nach vier Bundesligaspielen mit fünf Punkten auf Rang zehn. Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Adi Hütter ziehen unterschiedliche Zwischenfazite zum Saisonstart der SGE.
Krösche sieht den Start trotz Mängeln im Rahmen: "Nach dem Umbruch, den wir hatten, ist das in Ordnung." Gleichzeitig benennt er konkret die verpasste Chance beim 3:3 in Berlin: "Die zwei Punkte mehr gegen Union Berlin hätten uns gutgetan." Frankfurt hatte in der Hauptstadt spät eine Führung aus der Hand gegeben. Auch beim 1:4 gegen Augsburg war laut Quelltext in der ersten Halbzeit mehr möglich, ehe das Team völlig einbrach.
Hütter bewertet die Lage kritischer als die Klubführung. Er erkennt zwar, dass Frankfurt an guten Tagen fulminanten Fußball spielen und enorme Wucht erzeugen kann, mahnt aber zur Bescheidenheit: Man müsse noch "kleinere Brötchen backen", weil die Konstanz fehle. Besonders die Defensive bereitet Sorgen. Mit zehn Gegentoren in vier Spielen kassierten nur Gladbach, Union Berlin und der HSV mehr Treffer als die SGE.
Den soliden Auftritten in Mainz (3:1) und gegen Freiburg stehen die enttäuschenden Vorstellungen gegen Union und Augsburg gegenüber. Druck auf Hütter besteht trotzdem nicht. Aufsichtsratsboss Mathias Beck soll dem Coach bereits mitgeteilt haben, mit seiner Arbeit sehr zufrieden zu sein.
Während der Länderspielpause sollen die Nicht-Nationalspieler ab Dienstag wieder hart trainieren. Eine längere Pause entfällt, da kein internationaler Wettbewerb die Belastung erhöht. Nach der Pause wartet auf Frankfurt ein hartes Programm mit Spielen in Leipzig, gegen Köln und in Dortmund.