Hütter rechnet nach 0:6 in Leipzig mit Kapitän Koch ab
Nach dem 0:6 bei RB Leipzig hat Frankfurts Trainer Adi Hütter seinen Kapitän Robin Koch öffentlich kritisiert. Der Abwehrchef war beim Stand von 0:4 zur Halbzeit ausgewechselt worden. Für ihn kam Elias Baum.
Bei Sky sagte Hütter: „Das Führungsspiel, die Leistung ist für mich einfach zu wenig. Deswegen habe ich ihn auch ausgetauscht. Und das war der Grund. Und ja, das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten.“ Koch war an drei der vier Gegentore vor der Pause beteiligt.
Auf der Pressekonferenz legte der Trainer nach: „Ich habe dann Robin Koch auch erlöst, weil ich mir von einem Führungsspieler und einem Kapitän etwas ganz anderes erwarte.“ Und weiter: „Wenn du 16 Tore bekommst, Leader bist in der Abwehr, dann setze ich halt irgendwann auch mal ein Zeichen.“
Die Frankfurter Defensive bleibt das Problem. Nach fünf Bundesliga-Spielen hat die Eintracht bereits 16 Gegentore kassiert. In der vergangenen Saison waren es in der Liga 65. Weder die Umstellung auf eine Dreierkette noch die Rückkehr zur Viererkette brachte Stabilität.
„Das ist nicht bundesligatauglich“, sagte Hütter bei Sky. Es fehlten ihm „die Leidenschaft, die Mentalität, sich in den Schuss zu hauen, besser zu verteidigen. So wie man es in Mainz gemacht hat.“
Für Koch ist die öffentliche Kritik ein deutlicher Warnschuss. Eigentlich soll er die Eintracht als Kapitän aus der Defensivkrise führen.