Jobe Bellingham: Beim BVB als Zehner im Aufwind
Dortmunds Mittelfeldspieler Jobe Bellingham hat unter Trainer Niko Kovac offenbar seine Rolle gefunden. Beim 2:2 gegen den FC Bayern setzte Kovac den 20 Jahre alten Engländer im 3-4-2-1-System als einen von zwei offensiven Zehnern hinter der Spitze ein.
Vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Real Betis Sevilla lobte Kovac die Entwicklung seines Schützlings: „Er hat sich akklimatisiert, ist in Deutschland angekommen und wird mit jedem guten Spiel immer besser.“ Bellingham war im Sommer 2025 für rund 30,5 Millionen Euro vom englischen Zweitligisten AFC Sunderland zum BVB gewechselt. Im vergangenen Herbst hatte Kovac eingeräumt, sich bei der Eingewöhnungszeit verschätzt zu haben.
Die Hinrunde der Vorsaison verlief schwierig. Bellingham wies zwar früh eine Passquote von über 91 Prozent auf, intern gab es laut Medienberichten aber Kritik an mangelnder Risikobereitschaft und zu vielen Sicherheitspässen. Im Winter wurde ihm in Absprache mit der Fitnessabteilung nahegelegt, gezielt Muskelmasse abzubauen, um in engen Räumen spritziger und explosiver zu sein. Ab März erarbeitete er sich einen festen Platz im ersten Aufgebot.
In der neuen Rolle erhält Bellingham mehr Freiheiten. Er treibt das Spiel mit hohem Tempo nach vorne, kreiert Aktionen im letzten Drittel und bringt die von Kovac geforderte Intensität ein.
Bellingham besitzt einen Vertrag bis zum Sommer 2030 und bekannte sich Ende April klar zum BVB. Der Konkurrenzkampf im Dortmunder Mittelfeld bleibt allerdings intensiv, ein unantastbarer Stammspieler ist er noch nicht.