Kahn kritisiert Klopp: Kimmich-Aussage „nicht öffentlich sagen“
Der frühere Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn hat eine Aussage von Bundestrainer Jürgen Klopp über Bayern-Kapitän Joshua Kimmich kritisiert. Bei RTL/Sky sagte Kahn zur Debatte um den Kapitän des DFB-Teams: „So etwas sollte man nicht öffentlich sagen, weil man den Spieler damit auf eine gewisse Art und Weise diskreditiert.“
Kahn bezog sich auf Klopps Satz: „Ich möchte die Mannschaft auch mal ohne den Leitwolf sehen.“ Er finde die Aussage aus Sicht von Kimmich „nicht besonders positiv“. Klopp wolle sehen, ob eine bestimmte Persönlichkeit eine Mannschaft hemmen könne. „Und das gibt es tatsächlich“, erklärte Kahn.
Kimmich war nur für den ersten Teil des 44 Spieler umfassenden Kaders nominiert worden. Nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland reiste er wie mehrere andere Spieler ab und fehlte beim 2:0 gegen Serbien sowie beim 0:0 in Griechenland. Kimmich machte keinen Hehl daraus, dass er gerne geblieben wäre.
Das Mittelfeld mit Kimmichs Bayern-Kollegen Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic sowie Florian Wirtz trat gegen Serbien und in der ersten Hälfte in Griechenland überzeugender auf als zuvor mit Kimmich. Klopp reagierte auf die Frage danach genervt, sagte aber: „Ich freue mich, dass Joshua Kimmich deutscher Nationalspieler ist - und alle anderen auch.“
Die nächsten Länderspiele folgen im November. Deutschland spielt am 13. November in Serbien und am 16. November in Berlin gegen die Niederlande.