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Interview

Kahn „überrascht“ von Klopp: Kritik an Aussagen zu Kane

23.10.2026 18:21

Oliver Kahn, früherer Profi und Klubboss des FC Bayern, hat die Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp zur Rolle von Harry Kane im Münchner Spiel kritisiert. „Ich glaube, es geht hier auch ein bisschen um Kollegialität unter den Trainern“, sagte Kahn in der Sendung „Triple – der Hagedorn Fußballtalk“ auf RTL/Sky Sport.

Klopp hatte am Rande des Champions-League-Spiels der Bayern gegen den FC Arsenal (2:2) bei DAZN über Kane gesprochen. Der Mittelstürmer sei „überall“ auf dem Platz. „Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball?“, sagte Klopp. Kane sei mitunter am eigenen Strafraum zu finden. „Ich bin nicht der Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch nicht.“

Kahn zeigte sich davon irritiert. „Gerade ein Bundestrainer muss schon genau wissen, was er da sagt. Denn das könnte, und das passiert ja genau jetzt, dazu führen, dass wir über diese Worte diskutieren.“ Und weiter: „Mich haben die Worte überrascht, weil man das von einem Bundestrainer normalerweise nicht kennt.“

Er habe erst nachdenken müssen, „ob er Nationaltrainer ist oder immer noch Fußballexperte“. Klopps Aussage könne „auch als Kritik an einem Vereinstrainer gewertet werden könnte. Ich glaube, das sollte Jürgen Klopp schon auch klar sein.“

Kahn verwies auf eine „schwierige“ Aussage Klopps im WM-Vorfeld. Damals hatte dieser gesagt, der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann sei „noch“ für die Aufstellung der DFB-Elf verantwortlich. Dafür entschuldigte sich Klopp später.

Bayern-Trainer Vincent Kompany reagierte gelassen auf Klopps Analyse. „Ja, da sage ich nichts zu. Nächste Frage“, sagte er. Kanes Rolle erklärte er später sachlich.

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