Karazor ohne Minute: VfB-Zentrale hat ein Abstimmungsproblem
Atakan Karazor hat in der Saison 2026/2027 noch keine einzige Minute für den VfB Stuttgart gespielt. Beim 1:2 gegen Hoffenheim wechselte Trainer Sebastian Hoeneß den angeschlagenen Angelo Stiller nicht gegen Karazor aus, sondern brachte den 19-jährigen Yanik Spalt. Dessen Profil sei dem von Stiller ähnlicher, begründete Hoeneß. Karazors Einsatzbilanz nach zwei Pflichtspielen: null Minuten.
Der Absturz hat mehrere Ursachen. Neuzugang Grischa Prömel gilt als absoluter Wunschspieler von Hoeneß, ist gesetzt und führte den VfB in Hoffenheim erstmals als Kapitän aufs Feld. Karazor stieg zudem verspätet in die Vorbereitung ein, verpasste die WM 2026 mit der Türkei und musste die Spielführerbinde abgeben. Laut Quelle hätten die VfB-Verantwortlichen einem Wechselwunsch im Sommer keine Steine in den Weg gelegt.
Dabei fehlen den Stuttgartern defensive Qualitäten spürbar. Beim 1:5 gegen Bayern, dem 1:2 in Hoffenheim und weiteren Partien offenbarte der VfB Schwächen in der Restverteidigung. Stiller und Prömel sind beide keine klassischen Sechser, sondern Achter mit offensivem Fokus. Karazor ist der einzige echte Sechser im Kader. Ob Hoeneß seine Haltung gegenüber dem 29-Jährigen ändert, geht aus der Quelle nicht hervor.