Keller verteidigt Kölner Kurs: Spitzenverdiener auf den Markt gesetzt
Der frühere Kölner Geschäftsführer Christian Keller hat sich im Gespräch mit „The Beautiful Business“ zu seiner Zeit beim 1. FC Köln geäußert. Der 47-Jährige verteidigte seine Arbeit und erklärte, wie er die Gehaltsstruktur des Klubs verändert hat.
Keller war von 2022 bis Mai 2025 Geschäftsführer in Köln. Die Transfersperre nannte er den Hauptgrund für den Abstieg 2024. „Wir sind abgestiegen, und die Transfersperre war sicherlich der Hauptgrund dafür, weil wir auf dem Transfermarkt nicht reagieren konnten“, sagte Keller. Er ist überzeugt: „Ich bin überzeugt, dass einige kleinere Investitionen den Klassenerhalt gesichert hätten, auch wenn ich das im Nachhinein nicht beweisen kann.“
Zur Gehaltspolitik sagte Keller: „Wir haben eine Gehaltsobergrenze eingeführt, die mehr als 50 Prozent unter dem lag, was die Spitzenverdiener zuvor erhalten hatten.“ Bestehende Verträge ließen sich nicht ändern. „Deshalb haben wir die Spitzenverdiener auf den Transfermarkt gesetzt und verkauft.“ Im Doppelpass hatte Keller eine feste Gehaltsobergrenze noch deutlich relativiert. Zu den Abgängen seiner Amtszeit gehörten Anthony Modeste, Ellyes Skhiri und Jonas Hector. Keller räumte ein, nach den Abgängen von Skhiri und Hector keine stabile Achse aufgebaut zu haben.
Finanziell sieht er die Sperre positiv: „Aus rein finanzieller Sicht hat die Transfersperre die Sanierung des Vereins unterstützt, da Investitionen in Spielertransfers ausgeschlossen waren.“ Im Sommer 2025 sei der Klub vollständig saniert gewesen. „Wir hatten das strukturelle Defizit beseitigt, jedes Jahr einen Gewinn erwirtschaftet und Schulden im hohen zweistelligen Millionenbereich zurückgezahlt.“
Für die Gegenwart plant Sportchef Thomas Kessler laut Sport Bild im Winter Verstärkungen. Gesucht werden ein Stürmer, ein Mittelfeldspieler und womöglich ein Innenverteidiger.