Kessler steht hinter Wagner: Köln will Kontinuität auf der Trainerposition
Der 1. FC Köln hat die Länderspielpause mit dem Gepäck zweier verlorener Partien begonnen, hält aber intern klar an Cheftrainer René Wagner fest. Sportchef Thomas Kessler ist weiterhin überzeugt vom 38-Jährigen, der Klub setzt auf Kontinuität.
Köln verlor zuletzt beim HSV durch zwei absurde Abwehrfehler, nachdem zuvor auch das Heimspiel gegen Werder Bremen nicht gewonnen werden konnte. In beiden Partien hätten die Kölner nach eigener Einschätzung siegen können. Intern sorgten Phasen beider Spiele dennoch für Zuversicht.
Wagner, der morgens um halb sechs das Büro aufschließt und es als Letzter wieder verlässt, genießt am Geißbockheim stabiles Vertrauen. Auch Sebastian Sebulonsen äußerte sich nach der intensiven Trainingseinheit am Mittwochvormittag positiv über den Trainer. Das Training fand erneut hinter verschlossenen Toren statt und war von auffälliger Intensität geprägt.
Spekulationen über eine mögliche Ablösung Wagners durch den vereinslosen Horst Steffen, der sich am Wochenende das Regionalliga-Spiel der Kölner U21 gegen Hilden (4:3) angesehen hatte, wies der Klub indirekt zurück. Während der Länderspielpause waren Sportchef Kessler, Vizepräsident Ulf Sobek, Vize Jörg Alvermann und Präsident Jörn Stobbe allesamt im Ausland.
Das Derby gegen den punktlosen Borussia Mönchengladbach bietet Wagner die Möglichkeit, auch das öffentliche Vertrauen zurückzugewinnen. Die Vorbereitung gestaltet sich dabei schwierig, weil Gladbach mit einem neuen Trainer antritt und die Spielweise schwer einzuschätzen ist. Zudem handelt es sich um die längste Länderspielpause nach einem vierten Bundesligaspieltag überhaupt.