Kimmich nicht im DFB-Kader: Kahn zweifelt am Stammplatz
Bayerns Joshua Kimmich steht nicht im Kader der DFB-Elf für das Nations-League-Spiel in Thessaloniki. Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn hat vor der Partie in Griechenland das Gefühl, dass der 31-Jährige „nicht mehr hundertprozentig“ einen Stammplatz im Team von Bundestrainer Jürgen Klopp hat. Das sagte er in einer RTL-Expertenrunde.
Kimmich kam in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheim gegen Griechenland (0:1) zum Einsatz. Zu Klopps zweitem Kader gehört er nicht mehr. Im neu formierten Mittelfeld mit den Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz gelang der DFB-Auswahl in München ein 2:0 gegen Serbien, der erste Sieg.
Lothar Matthäus sieht die Lage differenziert: „Wenn Kimmich die Leistung bringt, dann ist er natürlich gesetzt. Wenn Pavlovic stärker spielt und Bischof oder irgendein anderer, und Klopp sieht ihn in der Position von Kimmich, dann wird es Kimmich auch schwer haben.“ Zugleich sagte er: „Aber Joshua hat für mich in Amsterdam abgeliefert, war für mich der beste deutsche Feldspieler. Und deswegen sehe ich jetzt nicht diese Diskussion.“
Michael Ballack, einst ebenfalls Kapitän der Nationalmannschaft, wertet die Entscheidung nicht als Schwächung Kimmichs. Er warnte aber: „Es gibt Spieler, die ihn auch schnell überholen können.“ Oliver Bierhoff verteidigte in der BILD-Sendung „Die Lage der Liga“ Klopps Vorgehen: „Jürgen Klopp hat mit dem 44-Mann-Kader eine bewusste Entscheidung getroffen, um in dieser Phase vielen Spielern eine Chance zu geben.“