Klopp zu Bayerns Spielweise: „Nicht abschließend dahintergestiegen“
Bundestrainer Jürgen Klopp hat sich in der Halbzeit des Champions-League-Spiels zwischen Bayern und Arsenal (2:2) bei „DAZN“ zur Defensivausrichtung der Münchner geäußert. Der 59-Jährige sagte, er habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball mache.
Auf die Frage von Moderator Daniel Herzog, ob er als Bundestrainer ein Fußballspiel noch genießen könne, antwortete Klopp: „Ach, das ist lange her, dass ich ein Fußballspiel geguckt habe, einfach nur so. Natürlich will ich sehen, wie unsere Jungs spielen. Aber insgesamt interessiert mich alles am Spiel.“ Gemeinsam mit Herzog und TV-Experte Michael Ballack analysierte er das 0:1 in der 25. Minute. Martin Ödegaard hebelte die Bayern-Defensive mit einem hohen Ball aus, Eberechi Eze blieb im Duell mit Manuel Neuer eiskalt und traf mit links ins lange Eck.
Klopp kritisierte dazu: „Einer hebt das Abseits auf, aber vorher ist kein Druck auf dem Ball. Und das fehlt mir dann.“ Harry Kane sei mit Ball absolut in Ordnung, gegen den Ball sehe er ihn aber „in letzter Linie“ stehen, und zwar nicht im tiefen Block, sondern im Mittelfeldpressing. Er schränkte ein: „Und nochmal, ich bin nicht der Papst des Fußballs. Alle dürfen machen, was sie wollen.“
Kane war dennoch der überragende Mann der Partie. Er legte das 1:1 von Alphonso Davies mit einem Steckpass auf (35.) und verwandelte den Elfmeter zum 2:1 (61.). Declan Rice glich in der 82. Minute zum 2:2 aus.