Köln gibt Führungen her: Wagner bleibt nach Derbysieg gelassen
Der 1. FC Köln hat das Derby gegen Gladbach gewonnen, gibt aber zum wiederholten Mal in dieser Saison eine Führung aus der Hand. Said El Mala entschied die Partie mit dem entscheidenden Tor. Trainer René Wagner nimmt das Muster erstaunlich gelassen.
Gegen Gladbach brachte Ísak Jóhannesson den FC in Führung, danach überließ die Mannschaft dem Gegner die Initiative. Gladbach glich aus, Köln fand diesmal aber noch eine Antwort. Zuvor hatte Linton Maina gegen Bremen getroffen, auch dort kam der Ausgleich, dabei blieb es. Tom Krauß, der gegen Gladbach zunächst auf der Bank saß, sagte: „Ich habe auf der Bank gesagt: Es ist leider nur eine Frage der Zeit, bis wir das 1:1 kassieren. Und fünf Sekunden später fällt’s.“
Gegen Hoffenheim gewann Köln nach zwei Rückständen mit 3:2. In Stuttgart setzte es ein 1:4, beim HSV hatte der FC mehr vom Spiel, machte daraus aber nicht genug. Nach fünf Spieltagen stehen zehn Gegentore zu Buche. Dass es nicht mehr sind, verdankt Köln nicht zuletzt Torwart Marvin Schwäbe. Auf den Außenbahnen wird immer wieder rotiert, auch verletzungsbedingt. Konstant sind nur Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey im Zentrum. Letzterer wirkt in dieser Saison oft verunsichert, zuletzt beim Ausgleich der Gladbacher, als er eine Flanke am ersten Pfosten verlängerte.
Wagner nimmt seine Innenverteidiger in Schutz, ein neues Paar müsse sich erst finden. Er sagt: „Wenn wir eins mehr schießen als der Gegner, gewinnen wir trotzdem Spiele.“ Spiele über 95 Minuten zu dominieren, müsse sich Bayern München vorhalten lassen. Für Köln gelte ein großzügigerer Zeitplan, nämlich zehn Jahre. Wagner sagt: „Aktuell sind wir noch da, wo wir es schaffen müssen, diese Phasen gemeinsam zu überstehen.“ Auswärts wartet der FC in dieser Saison noch auf einen Sieg.