Köln vor dem Derby: Trainer Wagner unter Druck, Stimmung im Keller
Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) ist die Stimmung rund um den 1. FC Köln schlecht. Für Trainer René Wagner wird das Spiel gegen den Erzrivalen laut BILD zum bisher heißesten Kick. Der Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen ist dabei nicht der eigentliche Grund für den Frust.
„Das Derby ist kein richtungsweisendes Spiel in der Tabelle, aber es ist richtungsweisend für die Stimmung“, sagte Trainer Friedhelm Funkel zu BILD.
Wagner ist seit drei Spielen sieglos, die Ursachen für seine Unbeliebtheit bei den Fans liegen aber länger zurück. Im Endspurt der Vorsaison holte Köln in sieben Spielen nur einen Sieg und sechs Punkte. Im letzten Heimspiel folgte ein 1:3 gegen Absteiger Heidenheim. Seitdem wird nahezu jede Entscheidung des Trainers kritisch beäugt. Trotz der Rettung in der vergangenen Saison hat Wagner bei den Anhängern kaum Kredit.
Hinzu kommt eine hohe Erwartungshaltung. Der Verbleib und die Vertragsverlängerung von Said El Mala sowie die Verpflichtung von Mikey Moore lösten große Euphorie aus. Viele Fans träumten von einem einstelligen Tabellenplatz. Auf der Sechserposition standen Namen wie Edson Alvarez von West Ham United im Raum. Am Ende blieb es bei der Rückholaktion von Ellyes Skhiri, für viele Fans ein Dämpfer.
Auch die Amtszeit von Ex-Trainer Lukas Kwasniok wirkt nach. Seit seinem Aus im vergangenen März hat sich aus Sicht der Fans nichts verbessert. Köln wartet seit über einem Jahr auf einen Auswärtssieg. Bei Standards kassierte das Team fünf Gegentore in fünf Pflichtspielen, die Abwehr patzt weiter.
Nach den Pfiffen zuletzt in Hamburg muss Wagner im Derby liefern. Ein Sieg würde laut BILD sein Image aufpolieren und die Diskussionen um den Trainer beenden. Eine Niederlage würde den FC dagegen in die erste echte Krise stürzen.