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Analyse

Kovac gibt dem BVB Stabilität: „Müssen Schmerzen aushalten“

07.10.2026 15:09

Borussia Dortmund tritt unter Trainer Niko Kovac so gefestigt auf wie lange nicht. Zwei frühere Weggefährten des 54-Jährigen geben Einblicke in dessen Arbeitsweise und erklären, was hinter der neuen Stabilität steckt.

Torhüter Lukas Hradecky kennt die Anforderungen von Kovac aus der gemeinsamen Zeit bei Eintracht Frankfurt. „Die Ausdauer war von Beginn an eins der größten Themen für ihn. Das hat man dann auch direkt in den Spielen auf dem Platz gesehen“, erinnerte er sich. Kovacs Teams sollen kompakt stehen und defensiv zuverlässig arbeiten. Dass seine Mannschaften oft nur wenige Gegentore kassieren, überrascht Hradecky nicht: „Er ist einfach schlau genug zu wissen, dass genau das die Spiele gewinnt.“

Fredi Bobic, früherer Frankfurter Sportchef, betont gegenüber dem kicker, dass Kovac keinen starren taktischen Ansatz verfolge. „Er möchte ihr nicht seine Ideen aufdrücken, sondern passt sich der Situation an und orientiert sich an den Fähigkeiten der Spieler“, sagte Bobic. Unverhandelbar sei jedoch, dass auch Offensivspieler ihren Beitrag gegen den Ball leisten. Zudem verlange der Trainer Verlässlichkeit und Mentalität: „Die Spieler müssen bei ihm schon Schmerzen aushalten, es geht nicht nur um fußballerische Lösungen.“

Kovac hält dabei nicht an alten Methoden fest. Zuletzt beschäftigte er sich demnach damit, wie Spieler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen individuell angesprochen werden können. Bobic imponiert das: „Was mir imponiert hat, ist, dass er immer wieder neue Wege geht, sich informiert und inspirieren lässt.“ Beim BVB verbindet Kovac so alte Prinzipien mit neuen Ansätzen.

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