Kovac und der BVB: Aus der Zweckehe wird ein gutes Paar
Niko Kovac bleibt Trainer von Borussia Dortmund. Aus der Zweckehe vom Februar 2025 ist nach Einschätzung der Allgemeinen Zeitung eine Verbindung geworden, in der sich beide Seiten guttun.
Damals kamen ein Trainer, der seinen Ruf retten wollte, und ein Klub, der seine Saison retten musste, zusammen. Kovac eilte der Ruf des Disziplinfanatikers und Sturkopfs voraus. Viele Fans fürchteten, er könne mit Stars nicht umgehen. Als Beispiele galten Alex Meier, Thomas Müller und Max Kruse, die der Kroate einst „rasiert“ haben soll.
Beim BVB habe sich Kovac verändert, schreibt Reporter André Besler. Der 54-Jährige sprühe plötzlich vor Charme und habe sichtlich Spaß daran, sich ein Stück weit neu zu erfinden. Selbst mit schwierigen Profis komme er klar: Als Serhou Guirassy die Handschuhe wegwarf und den Handschlag verweigerte, nahm Kovac den Stürmer in den Arm.
Der Klub habe lange der Klopp-Zeit nachgeweint und das Trauma der verpassten Meisterschaft von 2023 mit sich getragen. Unter Kovac bekomme der BVB statt Nostalgie nun eine sportliche Weiterentwicklung.