Laimer überragt in Madrid: Nur Marcelo gelang Ähnliches
Bayerns Rechtsverteidiger Konrad Laimer hat beim Champions-League-Spiel gegen Atletico Madrid am Dienstagabend ein statistisches Kunststück vollbracht. Wie der Datenanbieter Opta ermittelte, verbuchte der Österreicher 13 Aktionen im gegnerischen Strafraum. Eine davon war sein Treffer zum 2:0 in der 74. Minute.
Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung in der Saison 2003/04 war das nur einem Verteidiger vor Laimer gelungen. Marcelo kam 2017 im Viertelfinale gegen den FC Bayern auf genauso viele Aktionen im Münchner Strafraum. Laimer wurde von der UEFA zum Spieler des Spiels gewählt. Die spanische Zeitung AS schrieb, er sei „gelaufen, als würde er nie müde werden“ und habe in der zweiten Halbzeit angefangen „zu fliegen“. Defensiv war Laimer im eigenen Strafraum nie gefordert, auch dank der Vorwärtsverteidigung von Dayot Upamecano und Jonathan Tah sowie des Gegenpressings.
Sportvorstand Max Eberl nannte die Leistung „Weltklasse“ und sagte: „Konny ist wie er ist. Er ist eine Maschine und passt hier perfekt hin.“ Schon im Vorjahr habe Laimer die Energie gegeben, wenn sie gebraucht wurde. Bereits im Topspiel gegen den BVB hatte Laimer getroffen.
Vor dem Sommer hatte es öffentlichen Streit um die Vertragsverlängerung gegeben. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sagte damals bei DAZN, Laimer sei „extrem wichtig“, aber „eben nicht Maradona“. Nach der WM einigten sich beide Seiten auf eine Verlängerung bis 2029. Laimer sagte, er habe immer bleiben wollen.