Leipzig: Demichelis nach schwachem Saisonstart unter Druck
RB Leipzigs Cheftrainer Martin Demichelis gerät nach einem durchwachsenen Saisonstart zunehmend unter Druck. Das berichteten Sport Bild und RBlive am 7. Oktober 2026. Die Verantwortlichen dementieren jegliche Spekulationen über eine Trainerentlassung.
Die Bilanz fällt zwiespältig aus. In der Bundesliga gewann Leipzig zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach 3:0 und gegen den Hamburger SV 5:0. Auswärts setzte es Niederlagen bei Werder Bremen (1:3) und bei Bayer Leverkusen (0:2). In der Champions League unterlag das Team beim Königsklassen-Neuling Como 1:4. Intern wird befürchtet, dass die erneute Qualifikation für die Champions League gefährdet sein könnte.
Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer betonte, eine neu formierte Mannschaft brauche Zeit. Auch Red-Bull-Manager Roger Schmidt sprach sich für Vertrauen in den Trainer aus. Experte Martin Henkel sagt: „Sie wirken auf dem Platz nicht wie das, was Demichelis mit ihnen vorhat.“ Die Ausfälle von Assan Ouédraogo und Christoph Baumgartner nennt er „absolutes Pech“. Ullrich Kroemer meint: „Für mich ist das Grundgerüst noch gar nicht da, um Demichelis wirklich bewerten zu können.“ Zudem sagt er: „Einige Spieler haben nach der WM auch ein Leistungstief.“ Henkel hält es für „utopisch“, dass Demichelis die Ziele des Konzerns mit diesem Kader erreicht.
In Medienberichten tauchten bereits die Namen Julian Nagelsmann und Dino Toppmöller als mögliche Nachfolger auf. DFB-Direktor Rudi Völler sagte über Nagelsmann: „Julian wird ein bisschen durchatmen, zur Ruhe kommen. Und dann wird er schnell wieder eine absolute Top-Mannschaft übernehmen, da habe ich keine Zweifel.“
Vor Leipzig liegen schwere Aufgaben gegen Eintracht Frankfurt, PSV Eindhoven, den FC Bayern München und Real Madrid. Im DFB-Pokal tritt das Team am 27. Oktober bei Rot-Weiss Essen an.